Hüfte Schmerzen in der Hüfte?

Das Hüftgelenk stellt die Verbindung zwischen Oberschenkel und Becken dar und ermöglicht einen sicheren Stand sowie vielseitige Bewegungen der Beine. Verletzungen oder Erkrankungen der Hüfte schränken diese Beweglichkeit deutlich ein...

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Beschwerden in der Hüfte – Häufige Symptome von Hüftschmerzen

Hüftschmerzen sind die mit am häufigsten auftretenden Gelenkschmerzen. Die Schmerzen werden durch bestimmte Bewegungen wie z.B. Rotation im Hüftgelenk verstärkt, können aber auch je nach Ursache ohne eine schmerzauflösende Bewegung entstehen. Sie treten nach Überlastung auf, machen sich aber auch völlig unabhängig davon bemerkbar. Hüftschmerzen sind meistens in den Leisten spürbar. Zeitweise kann es zu immer wiederauftretenden starken Schmerzen kommen, so dass eine Bewegung in der Hüfte und das Gehen schmerzbedingt nicht mehr möglich ist. Von der Hüfte ausgehende Schmerzen können auch bis zum Knie ausstrahlen. Bei entzündlichen Veränderungen im Hüftgelenk kommt es oft zu Ruheschmerzen. Die Beschwerden können dann auch in der Nacht auftreten. Patienten mit Hüftschmerzen haben gelegentlich morgendliche Anlaufschmerzen und klagen neben Schmerzen über Steifheit und Bewegungseinschränkung.

Ursachen für Hüftschmerzen

Die Ursachen für Beschwerden im Hüftgelenk sind sehr vielfältig. Dazu gehören:

Hüfft-Schmerzen

 

 

  • Arthrose / Arthritis
  • Hüftimpingement
  • Labrumläsion
  • Hüftkopfnekrose
  • Bursitis trochanterica

Die häufigste Ursache für Schmerzen im Hüftgelenk ist die Arthrose. Durch Verschleißerkrankungen am Gelenk, die mit zunehmendem Alter stattfinden, kommt es zu einem Knorpelabbau und schließlich im Endstadium zum völligen Verlust des Knorpels. Wenn kein Knorpel mehr vorhanden ist, trifft der Knochen der Gelenkpfanne unmittelbar auf den Oberschenkelknochen. Die Beweglichkeit wird dann stark eingeschränkt und es kann zu schmerzhaften Entzündungen im Hüftgelenk kommen. Neben Verschleißerscheinungen können auch chronische Überlastungen (durch bestimmte Sportarten), frühere Frakturen oder auch angeborene Fehlstellungen (Hüftgelenkdysplasie) zur Arthrose führen.

Ein gesundes Hüftgelenk hat einen sehr weiten Bewegungsumfang. Der Hüftkopf bewegt sich gleichmäßig und ohne Widerstand in der Hüftpfanne. Dadurch wird eine schmerzfreie und harmonische Bewegung im Hüftgelenk ermöglicht. Es gibt knöcherne Fehlbildungen, die die Hüftbewegung einschränken können. Es kommt dann zu einem Anschlag der am Gelenk beteiligten Hüftknochen. Schmerzen können erst nach vielen Jahren auftreten. Sie äußern sich dann in Leistenschmerzen oder einem Schmerz bei endgradigen Bewegungen im Hüftgelenk. Das sogenannte "Pincer Impingement" ist eine Fehlbildung der Hüftgelenkspfanne. Wenn die Hüftpfanne zu tief ausgebildet ist, kann der Oberschenkelkopf sich nicht frei bewegen, ohne an der Hüftpfanne anzuschlagen. Das "Cam Impingement" beschreibt eine Veränderung am Oberschenkelknochen. Hier befindet sich dann ein Knochenvorsprung, der bei Bewegung an der Gelenkpfanne anstößt. Das Impingement der Hüfte kann auf Dauer zur Knorpelschädigung und damit zur Arthrose führen.

Die Labrumläsion ist ein Riss der Gelenklippe (Labrum). In der Gelenkpfanne eines gesunden Hüftgelenkes befindet sich eine faserige Ausstülpung. Das Fasergewebe hilft dem Hüftkopf, in der Pfanne zu gleiten und es dämpft das Gelenk bei Belastung. Besonders bei sportlicher Belastung, aber auch bei degenerativen Veränderungen des Knochens, kann es zu einem Labrumriss kommen. Eine normale Bewegung im Hüftgelenk wird beeinträchtigt und es kann auf lange Sicht zu arthrotischen Veränderungen kommen. Ein Labrumriss kann durch Computertomographie oder Magnetresonanztomographie dargestellt werden. Therapeutische Möglichkeiten sind Physikalische Therapie, Injektionen, Medikamente oder eine Arthroskopie mit Naht der verletzten Gelenklippe.

Bei einer Hüftkopfnekrose kommt es zum Absterben des gesunden Knochengewebes (Hüftkopf). Das geschieht zum Beispiel, wenn die Durchblutung des Knochens vermindert ist. Dadurch fehlen dem Hüftknochen Sauerstoff, Nähr- und Mineralstoffe. Ein geregelter Knochenauf- und Wiederabbau kann nicht mehr stattfinden. Hüftkopfnekrosen treten gehäuft bei Rauchern, zu hohem Alkoholkonsum und erhöhten Blutfettwerten auf. Auch die Einnahme von Cortison über einen längeren Zeitraum kann zu einer Hüftkopfnekrose führen. Die Therapie einer Hüftkopfnekrose besteht aus Schonung oder Ruhigstellung und Gewichtsentlastung des Hüftgelenkes. Hüftoperationen, bei denen der Knochen angebohrt wird, führen in manchen Fällen zum Erfolg. Schließlich bleibt bei nicht ansprechender Therapie nur noch der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes.

Am Hüftgelenk gibt es viele Schleimbeutel. Diese haben die Funktion eine Gleitschicht zwischen verschiedenen Gewebeschichten zu bilden. Dadurch können Reizungen und Entzündungen vermieden werden. Ein sehr häufig entzündeter Schleimbeutel befindet sich an der Außenseite des Oberschenkels. Hier verläuft eine Sehnenplatte, unter der sich der Schleimbeutel befindet. Bei Überlastung zum Beispiel durch übermäßige sportliche Aktivitäten (z.B. lange Wanderungen) kann es zu einer Entzündung dieses Schleimbeutels kommen. Man nennt dies "Bursitis trochanterica ", da es sich um den Schleimbeutel am Trochanter, einem Knochenvorsprung des Oberschenkels, handelt. Die Therapie einer Bursitis trochanterica besteht aus physikalischer Therapie, Schonung des Hüftgelenkes und entzündungshemmenden Medikamenten. In manchen Fällen werden auch Injektionsbehandlungen und Akupunktur durchgeführt. In sehr seltenen Fällen muss eine Operation durchgeführt werden und der Schleimbeutel wird entfernt.

Bei einer Arthrose des Hüftgelenkes kann es auch zu entzündlichen Veränderungen kommen. Das Gelenk ist dann sehr schmerzhaft. Durch die Einnahme von anti-entzündlichen Medikamenten kann dieser aktivierte Zustand der Arthrose, die "Arthritis", häufig wieder normalisiert werden. Die Ursache der Erkrankung, die Arthrose, bleibt jedoch bestehen. Selten gibt es auch bakterielle Entzündungen des Hüftgelenkes. Dann müssen Antibiotika eingenommen oder andere Maßnahmen ergriffen werden.

 

Wie behandeln wir Hüftschmerzen?

Nach einer genauen Untersuchung und der Beurteilung von Röntgenbildern, MRT-Bildern und Blutwerten wird eine individuelle Diagnose erstellt. Aufgrund der vielen verschiedenen Ursachen von Hüftschmerzen wird dann entschieden, welche Therapie für Sie die Beste ist. In unserer Praxis behandeln wir oft mit körpereigenen Proteinen. Diese Behandlung hat sich in unserer Praxis besonders in den Anfangsstadien der Hüftgelenksarthrose bewährt. Eine enge Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten ist sehr wichtig, da das Hüftgelenk von vielen Muskelgruppen beeinflusst wird und die physiotherapeutische Behandlung wesentlich zu einer schmerzfreien Bewegung beiträgt. Wenn Sie an Hüftbeschwerden leiden, vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Nach eingehender Diagnostik wird dann ein Behandlungskonzept erstellt.

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