Fuß Schmerzen im Fuß?

Die Füße tragen beim Gehen und Stehen das ganze Gewicht des Körpers. Allein 33 Gelenke in jedem Fuß ermöglichen eine vielseitige Beweglichkeit, sind jedoch auch anfällig für Verletzungen und Erkrankungen...

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Fußschmerzen im Alltag und beim Sport

Fußschmerzen können akut oder chronisch auftreten. Für Schmerzen im Fuß gibt es eine große Anzahl von Ursachen. Dazu gehören Verletzungen, Brüche, Sehnenerkrankungen, Fehlstellungen und vieles mehr. Die Schmerzen können im hinteren Bereich, also der Ferse, im Mittelfuß oder im Vorfuß auftreten. Der Fuß kann auf dem Spann, an den Seiten oder auch an der Fußsohle schmerzen.

Ursachen für Fußschmerzen

Es gibt viele Ursachen für Fußschmerzen. Dazu gehören:

Fuß-Schmerzen

 

 

  • Spreizfuß
  • Achillodynie
  • Fersensporn
  • Haglundferse
  • Stressfraktur
  • Hallux valgus

Beim Spreizfuß hat ein Absinken des vorderen Fußgewölbes zu einer Veränderung der Belastung geführt. Die Mittelfußknochen weichen auseinander und es kommt zu einer Fehlbelastung des Vorfußes. Häufig führt Übergewicht, ungeeignetes Schuhwerk oder eine Schwäche des Bindegewebes zum Spreizfuß. Die dauerhafte Fehlbelastung kann zu Entzündungen des Vorfußes führen und der Patient beklagt oft brennende oder stechende Schmerzen im vorderen Bereich des Fußes. Ein Spreizfuß kann über viele Jahre hinweg völlig schmerzfrei sein. Im Laufe der Zeit kann diese Fehlbelastung jedoch auch weitere Probleme und Beschwerden nach sich ziehen. Es kommt zu einer Mitbeteiligung des Mittelfußes, die die Mittelfußknochen schädigen kann. Auch Nerven, die der nervalen Versorgung der Zehen dienen, können durch den höheren Druck geschädigt werden. Die Folge sind stechende oder brennende Schmerzen im Versorgungsgebiet der Nerven. Man nennt diese Erkrankung auch Morton Neurom. Weitere Folgen des Spreizfußes können arthrotische Veränderungen und Fehlstellungen der Zehen sein. (Hallux valgus, Hammerzehen, etc.). Die Therapie des Spreizfußes besteht in der Behandlung der Ursache (Reduktion des Übergewichtes, Anpassung der Schuhe), der Gabe von Schmerzmitteln, Fußgymnastik und der Verordnung von Einlagen. Wenn die konservative Behandlung erfolglos ist, kann auch operiert werden.

Die Achillessehne überträgt die Kraft der Wadenmuskulatur auf den Rückfuß. Bei Überlastung oder auch als Folge von Fehlstellungen kann es zu einer Entzündung der Achillessehne kommen. Die Belastung des Fußes ist dann ohne Schmerzen kaum noch möglich. Insbesondere schmerzfreier Sport (Laufen etc.) ist nicht mehr machbar. Wenn die Sehne dennoch weiter belastet wird, kann es zu Verletzungen bis zur Sehnenruptur kommen. Entlastung und Schonung der Sehne sind bei einer Achillodynie sehr wichtig. Es gibt verschiedene Behandlungsansätze wie Physiotherapie, Einlagen, Injektionsbehandlungen und medikamentöse Therapie. In unserer Praxis hat sich die Injektionsbehandlung mit körpereigenen Proteinen sehr bewährt. Von Cortisoninjektionen in die Achillessehne sollte aufgrund der Gefahr einer Sehnenruptur Abstand genommen werden. Wie bei vielen Sehnenerkrankungen ist der Heilungsprozess der Achillessehnenentzündung sehr langwierig.

Ein Fersensporn ist ein Kalksporn an der Ferse. Hier setzt auch die sogenannte Plantarsehne an, weshalb ein Fersensporn neben dem Fersenschmerz manchmal zu einem Schmerz im Bereich der gesamten Fußsohle führen kann. Therapeutisch können Einlagen verordnet werden, die den Druck auf die Ferse verringern. Stoßwellentherapie oder Injektionsbehandlungen können zum Erfolg führen. Bei Erfolglosigkeit der konservativen Therapie bleibt nur die Operation.

Stechende Schmerzen am Rückfuß können auch durch eine sogenannte Haglundferse hervorgerufen werden. Dabei handelt es sich um einen Knochenfortsatz (Überbein) am Ansatz der Achillessehne.  Es ist dann oft eine knöcherne Vorwölbung an der Ferse zu sehen. Der Patient klagt über Symptome wie Schmerzen und Schwellungen im Ansatzbereich der Achillessehne. Die Therapie besteht aus Belastungsreduktion, Anpassung des Schuhwerkes, Fersenpolster oder Einlagen, entzündungshemmenden Medikamenten, Physiotherapie oder, sofern konservative Verfahren nicht helfen, einer Operation der Haglundferse.

Die Stressfraktur wird auch Ermüdungsbruch genannt. Wenn der Fuß überlastet wird, wie zum Beispiel bei Läufern, aber auch nach langen ungewohnten Belastungen wie ein ausgiebiger Wanderurlaub, kann es zu Brüchen im Fuß kommen. Plötzlich auftretende Schmerzen im Fuß können ihre Ursache in der Überlastung des Fußes haben. In einem Röntgenbild lässt sich ein Bruch in der Regel gut darstellen. Ermüdungsbrüche werden meistens konservativ behandelt.

Der Hallux valgus ist eine Fehlstellung der Großzehe. Die betroffenen Patienten, meistens Frauen, haben Schmerzen im Vorfußbereich am Großzehengrundgelenk. Hier sieht man häufig eine Schwellung sowie eine druckbedingte Rötung und zum Teil Entzündung. Außerdem ist der Hallux valgus oft ein ästhetisches Problem. Die Ursache ist oft genetisch bedingt, jedoch tragen auch erhöhte Druckverhältnisse durch z.B. High Heels zu einer möglichen Veränderung der Großzehe bei. Therapeutisch kann man zunächst einen konservativen Therapieversuch mit Einlagen beginnen. Oft hilft das jedoch nicht langfristig, so dass bei einer fortgeschrittenen Hallux-valgus-Deformität zur Operation geraten werden sollte.

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